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Rückblick Syngenta live im Feld 2019

Events
27.05.2019
Syngenta live im Feld 2019

Zahlreiche Besucher nutzten die Gelegenheit, sich mit Experten und Berufskollegen auszutauschen und neue Erkenntnisse zu gewinnen.

Einige Impressionen vom Anlass finden Sie hier >>> Impressionen Syngenta live im Feld 2019

Mehr Infos zum Standort unseres Demofeldes und den Kulturen finden Sie hier "Syngenta live".

Im Mittelpunkt standen auf unserem diesjährigen Demofeld die Kulturen, Weizen, Hyvido™ Hybrid-Gerste, Mais und Zuckerrüben. Abgerundet wurde die Veranstaltung durch eine Präsentation der Lernenden Laboranten mit Fachrichtung Agrobiologie von Syngenta.

 

Elatus Era – Neuste Generation Getreidefungizid

Beim Weizen dreht sich alles um den Pilzschutz. Dies sowohl wegen dem nassen Wetter als auch aufgrund des neuen Getreidefungizids Elatus Era. Unter dem Motto „Das Blatt macht den Ertrag“ wurde Elatus Era dieses Jahr in der Schweiz eingeführt. Das Produkt enthält u.a. das neuste Carboxamid SOLATENOL™, welches im aargauischen Stein entwickelt wurde und in Monthey (VS) produziert wird. Elatus Era besticht durch seine ideale Wirkstoffverteilung im Blatt. Dadurch wird ein kompletter und langanhaltender Schutz gewährleistet. Die Kombination der Wirkstoffe SOLATENOL™ und Prothioconazol sorgt für eine neue Leistungsstärke gegen Blattkrankheiten im Getreide, insbesondere gegen Septoria und Rostkrankheiten.  

Neuste Generation Hybridgerste

Auf der Gerstenparzelle stehen vier Sorten auf dem Feld, allesamt Hybridsorten der Hyvido™-Hybridgersten Technologie. Die seit Jahren bewährte Sorte Hobbit ist ein sicherer Wert für höchstes Hektolitergewicht und funktioniert auch im Extenso-Anbau. Daneben sind mit SY Baracooda und SY Galileoo zwei Sorten der neuesten Generation zu sehen. SY Baracooda vereint ein hervorragendes Hektolitergewicht mit sehr hohem Ertrag. Sie wird bereits in der Schweiz vermehrt und wird auf der nächsten Sortenliste von Swissgranum zu finden sein. SY Galileoo besticht durch ein neues Ertragsniveau und sehr tiefer Anfälligkeit auf verschiedene Blattkrankheiten. 

Mais – Herausforderung bei der Unkrautbekämpfung, Trend zu mittelspäten Maissorten

Die Einschränkungen von Wirkstoffen verschiedener Maisherbizide sind Realität und fordern sowohl den betroffenen Landwirt als auch die Lohnunternehmer und Berater. Die Fruchtfolgeplanung bildet die Basis um die Produkte im Rahmen der Bewilligungen einzusetzen. Ist z.B. Mais nach Mais in der Fruchtfolge oder Zuckerrüben und Mais, so greifen die neuen Einschränkungen für verschiedene Produkte. Wichtig ist hierbei der Einsatz und die Kombination verschiedener Wirkstoffe, insbesondere um die wenigen zur Verfügung stehenden Wirkstoffe im Mais zu erhalten. Auf dem Demofeld werden zwei verschiedene Varianten mit bestehenden Produkten gezeigt. Weitere Mischungen werden zurzeit getestet und nach deren Wirksamkeit bewertet. 
Im Maisacker stehen verschiedene Maissorten, nebst den bewährten und verbreiteten Sorten SY Amboss, SY Talisman und SY Telias auch viele weitere vielversprechende Sorten auch im mittelspäten Reifebereich. In den letzten beiden Jahren ging der Trend zu mehr mittelspäten Maissorten, was den hohen Wärmesummen geschuldet war. Diese werden denn auch thematisiert und verschiedene Jahre für den Standort Othmarsingen verglichen. Welche Sorte funktioniert noch, welche wird eher nicht mehr reif? Neue Sorten wie SY Pandoras oder SY Glorius können hier spannende Alternativen zu später reifen Maissorten innerhalb der mittelspäten Reifegruppe bieten.  

SY Illico – neue HO-Sonnenblumensorte

Die Sorte SY Illico konnte bereits dieses Jahr mit einer Sonderbewilligung von swissgranum ausgesät werden. Diese neue High Oleic-Sorte ist noch in den offiziellen Versuchen und zeigte dort nach dem ersten Versuchsjahr Spitzenresultate bezüglich Ertrag sowie Öl Gehalt und hat zudem eine sehr gute Standfestigkeit. 

Zuckerrüben – Erdfloh, Blattläuse und Cercospora in Schach halten

Mit dem Verbot der Gaucho-Beizung bei Zuckerrüben stellt sich die Frage, wie die junge Zuckerrübenpflanze geschützt werden kann. Unterirdische Schädlinge werden mit der jetzigen Beizung, Force 20 CS, abgedeckt. Bei Erdflöhen und Blattläusen hingegen ist seit diesem Jahr ein besonderes Augenmerk gefragt. Mit Sonderbewilligung muss im Bedarfsfall mit Karate Zeon gegen Erdfloh und mit Pirimor gegen Blattläuse gespritzt werden. Auch Cercospora-Blattflecken sind eine Herausforderung geworden, Resultate von Feldversuchen zeigen Folgendes: Die beste Wirkung wird erzielt, wenn die vorhandenen Produkte Spyrale, Opus Top und Avenir Pro abgewechselt werden und jeweils 2 l/ha Kupfer-Produkt in die Tankmischung zugegeben wird. Die Spriztinterwalle sollten maximal 3 Wochen sein, um eine möglichst stetigen Schutz zu gewährleisten.

Das Labor im Feld

Lernenden Laboranten mit Fachrichtung Agrobiologie zeigen an einem Praxisbeispiel (Erdfloh auf Zuckerrüben), wie eine genaue Artenbestimmung durchgeführt wird. Zudem werden Screening Versuche aus dem Forschungszentrum in Stein AG präsentiert. Die Ausbildung zur Laborantin und zum Laboranten Agrobiologie bietet eine solide Basis für eine Zukunft in der Forschung. Laborantinnen und Laboranten der Fachrichtung Agrobiologie arbeiten im Labor und im Gewächshaus zusammen mit Biologinnen und Biologen sowie Chemikerinnen und Chemikern an der Entwicklung neuer Pflanzenschutzmittel. Sie prüfen Substanzen auf ihre biologische Wirksamkeit. Dabei arbeiten sie mit Insekten, Milben, Bakterien, Pilzen, Kulturpflanzen und Unkräutern.

 

Herzlichen Dank allen Besuchern und bis zum nächsten Mal live im Feld!