Die Notwendigkeit, Nutzpflanzen vor Schädlingen und Krankheiten zu schützen, ist so alt wie die Landwirtschaft selbst. Wir wissen zum Beispiel, dass die Sumerer schon vor 4500 Jahren Schwefel verwendeten, um Insekten und Milben von ihren Feldern und Vorräten fernzuhalten. Im Römischen Reich waren unter anderem Moskitonetze, Getreidespeicher auf Stelzen, Klebefallen an Bäumen sowie pflanzliche Pestizidextrakte bekannt.Weit weniger umweltfreundlich - und gefährlich nicht nur für Schädlinge - waren die ebenfalls bereits im Altertum eingesetzten giftigen Arsen- und Schwermetallverbindungen. Quecksilberbeizen für Saatgut etwa wurden erst vor wenigen Jahrzehnten durch moderne Wirkstoffe abgelöst.Ein Sprung ins 19. Jahrhundert führt zu einer Zeit grosser Durchbrüche in der Landwirtschaft, aber auch zu einigen der verheerendsten Schädlingskatastrophen in der Geschichte. Das dramatischste Beispiel ist die Kraut- und Knollenfäule, welche sich in den 1840er Jahren auf den Aeckern von Irland und vielen anderen Regionen…