Cercospora in Zuckerrüben: Blattgesundheit bis zur späten Ernte sichern
Der Zuckerrübenanbau steht in dieser Saison unter erheblichem Druck: Trockenperioden, Schädlingsbefall sowie Hagel und Unwetterereignisse haben viele Bestände geschwächt. Bei Parzellen mit geplantem Abführtermin ab November kann eine abschliessende Fungizidbehandlung wirtschaftlich sinnvoll sein – insbesondere dann, wenn das Blattwerk aktuell noch gesund ist oder die Rüben nach Stressereignissen sichtbar neu austreiben.
Ziel ist, die Assimilationsleistung möglichst lange zu erhalten und damit die Zuckerbildung bis zur Ernte zu unterstützen. Die Ausbreitung der Cercospora-Blattflecken wird erst dann deutlich gebremst, wenn die Nachttemperaturen klar unter 10°C fallen und die Temperaturen tagsüber 20°C nicht mehr überschreiten. Solange diese Bedingungen noch nicht dauerhaft erreicht werden, bleibt der Infektionsdruck bestehen. Für diese letzte Behandlung bietet sich eine Kombination aus Spyrale (1L/ha) und einem geeigneten Kupferprodukt an. Ergänzend kann Megafol (2L/ha) die Pflanzen dabei unterstützen, besser mit den Auswirkungen von Trockenheit, Witterungsextremen und anderen Stressfaktoren umzugehen.