Am 13. November 2000 fusionierten in Basel die Agrarsparten von Novartis und AstraZeneca – und Syngenta entstand: das weltweit erste Unternehmen, das sich vollständig auf Pflanzenschutz und Saatgut konzentrierte.
Unsere Wurzeln reichen jedoch nicht „nur“ 25 Jahre zurück, sondern über 250 spannende Jahre Schweizer Industriegeschichte.
1758-1928
Damals begann in Basel die J.R. Geigy AG mit der Produktion von Chemikalien und Farbstoffen. 1876 wurde eine weitere Basler Farbstofffabrik mit dem Namen Sandoz gegründet. Etwa zehn Jahre später entstand Ciba. Aus der Fusion der englischen Firmen Brunner Mond Ltd, Nobel Industries, British Dyestuffs Coronation Ltd. und United Alkali Co. Ltd. ging ein gutes halbes Jahrhundert danach die Imperial Chemical Industries (ICI) hervor. ICI eröffnete 1928 den heutigen Agrarforschungsstandort von Syngenta in Jealott’s Hill, Grossbritannien.
1928-1980
Etwa zur gleichen Zeit begann Geigy mit der Produktion von Insektiziden. Während der folgenden 50 Jahre machten Forscher von Geigy und ICI unabhängig voneinander Entdeckungen, die den Grundstein für manches Produkt des heutigen Syngenta-Portfolios bilden. 1971 fusionierten Ciba und Geigy zur Ciba-Geigy AG, weiterhin bekannt als Ciba. Drei Jahre später expandierte Ciba ins Saatgutgeschäft durch die Akquisition des US-Unternehmens Funk Seeds International. Kurz darauf wurde auch Sandoz in diesem Bereich aktiv durch den Kauf von Rogers und Northup King. Diese sind noch heute als Marken im Saatgutportfolio von Syngenta zu finden, ebenso wie Sluis & Groot (S&G), die Sandoz im Jahr 1980 von der niederländischen Zaadunie-Gruppe erwarb. Ebenfalls im Jahr 1980 eröffnete Ciba eine eigene Biotechnologieabteilung. Im Jahr 1983 trat in Grossbritannien auch ICI ins Saatgutgeschäft ein und gründete ICI Seeds.
1993-1999
Ungefähr zehn Jahre später gliederte ICI ihre Pharma-, Spezialprodukte- und Agrochemiebereiche aus, wovon der letzte zu Zeneca wurde. Eine der grössten Fusionen der Wirtschaftsgeschichte fand 1996 mit dem Zusammenschluss von Sandoz und Ciba zu Novartis statt. Der neue Chemie- und Pharmakonzern akquirierte ein Jahr später die Pflanzenschutzsparte von Merck & Co AG und baute damit sein Agrogeschäft aus. Zur gleichen Zeit brachte Zeneca die erste gentechnisch veränderte Tomatensorte auf den Markt. 1998 akquirierte Zeneca die ISK Biosciences und fusionierte 1999 mit Astra AB aus Schweden zu AstraZeneca.
2000-2004
Am 13. November 2000 fusionierte Novartis Agribusiness mit dem Agrogeschäft von AstraZeneca zum neuen Unternehmen Syngenta, dem weltweit ersten Konzern, der sich ganz auf das Agribusiness konzentriert. So erbte Syngenta die Stärken und Traditionen zweier herausragender Unternehmen.
Seit ihrer Gründung setzt sich Syngenta für ihre Kunden, Landwirte auf der ganzen Welt, und deren alltägliche Bedürfnisse ein. Ein erster Erfolg in diesem Bereich war die vollständige Sequenzierung des Reis-Genoms im Januar 2001 durch das Syngenta-Forschungsinstitut in Torrey Mesa, Kalifornien. Syngenta publizierte das entschlüsselte Reisgenom, eine so genannte Reisgenomkarte, im Jahr 2002. Diese bedeutenden Erkenntnisse wurden so Wissenschaftlern verfügbar gemacht, um die Weiterentwicklung und Verbesserung von Kulturpflanzen zur Erzeugung von Nahrungsmitteln zu unterstützen.
Syngenta engagiert sich auch sehr für eine nachhaltige Landwirtschaft. Im Jahr 2001 wurde die Syngenta Stiftung für Nachhaltige Landwirtschaft gegründet, deren Ziel es war und ist, die Existenzgrundlagen der Bewohner von semiariden Teilen der Welt in nachhaltiger Weise zu verbessern. Sie fördert innovative Methoden und Technologien, die Landwirten dabei helfen, die Nahrungsmittelproduktion und ihre Gewinne zu erhöhen. Seit 2024 setzen drei unabhängige Einrichtungen in Bangladesch, Indien und Kenia die Pionierarbeit fort.
Im Jahr 2002 baute Syngenta ihre Forschungskapazitäten durch eine Forschungspartnerschaft mit Diversa aus, einer amerikanischen Firma führend in der Anwendung von Gentechnologien zur Entwicklung und Optimierung neuer Produkte. Die weltweit erste Hybridgerstensorte wurde 2003 eingeführt. Im Jahr 2004 tätigte Syngenta mehrere Akquisitionen und ging weitere Partnerschaften ein. Zuerst erwarb sie mit Dia-Engei das führende japanische Unternehmen in der Produktion und Vermarktung von Blumen- und Gemüsessamen. Advanta BV, einen weltweit führenden Anbieter von Saatgut, akquirierte Syngenta zusammen mit Fox Paine. Der Erwerb von Golden Harvest stärkte Syngentas Mais- und Sojageschäft in den USA. Das Joint Venture Dulcinea Farms GmbH wurde zusammen mit Tanimura & Antle zum Vertrieb von Früchten in den USA gegründet. Ebenfalls im Jahr 2004 schloss Syngenta ein Abkommen mit Delta & Pine Land zur Entwicklung und Kommerzialisierung neuer Biotech-Produkte für Baumwolle. Im Jahr 2005 stärkte Syngenta ihr Pflanzenschutzportfolio durch ein Abkommen über Herbizide mit Sumitomo Chemical aus Japan. Im gleichen Jahr ging Syngenta eine strategische Allianz mit Compo zum Ausbau des Geschäfts im Bereich Rasen und Garten ein.
2006
Im Jahr 2006 akquirierte Syngenta Emergent Genetics Vegetable A/S, ein bekanntes dänisches Unternehmen für Gemüsesaatgut. Das Rasen- und Gartengeschäft in Nordamerika wurde durch den Kauf der Conrad Fafard AG, einem führenden Hersteller von Bodensubstraten ausgebaut. Mit der Erwerb der Fischer-Gruppe im Jahr 2007 verstärkte Syngenta ihr Blumensegment; die Übernahme von Zeraim Gedera im selben Jahr baut den Bereich Gemüsesaatgut weiter aus.
2009
Die Initiative Operation Pollinator wurde in ganz Europa gestartet. Dieses Biodiversitätsprogramm stellte 10’000 Hektar an wichtigen Lebensräumen für Bestäuber bereit, um deren Gedeihen zu fördern und so landwirtschaftliche Produktivität und Umweltparameter zu verbessern.
2013
Wir erreichten einen wichtigen Meilenstein im Bereich der Nachhaltigkeit mit dem Launch unseres „Good Growth Plan“ – einer wegweisenden Roadmap für die Landwirtschaft, die ambitionierte Nachhaltigkeitsziele mit Transparenz verband. Damit legten wir den Grundstein für unsere weiteren Nachhaltigkeitsverpflichtungen.
Im selben Jahr revolutionierten wir den globalen Gerstenmarkt: In Grossbritannien führten wir die weltweit erste Hybrid-Gerste ein, die hohe Erträge kombiniert mit Krankheitsresistenz liefert.
Unsere wissenschaftliche Expertise erfuhr weitere Bestätigung, als Dr. Mary-Dell Chilton für ihre bahnbrechende Arbeit in der Biotechnologie mit dem renommierten World Food Prize ausgezeichnet wurde.
2013 eröffneten wir zudem das Advanced Crop Lab in North Carolina, USA – eines der modernsten Gewächshaus- und Laboromplexe weltweit.
2016
Unser Engagement für Innovation und wissenschaftliche Exzellenz trieb weiterhin die Produktivität der Landwirte voran. Durchbrüche wie ADEPIDYN®Technology läuteten eine neue Ära der Bekämpfung von Pflanzenkrankheiten ein.
2017
Im Jahr 2017 wurde Syngenta von ChemChina übernommen, bewahrt jedoch weiterhin seine Schweizer Wurzeln und setzt seine Schweizer Innovationsgeschichte fort.
2020
Syngenta Group entstand als neues global führendes Agrarunternehmen, nachdem unsere Pflanzenschutz- und Saatgutgeschäfte in das erweiterte Unternehmen integriert wurden.
2022
Als weltweit lokalster Partner für landwirtschaftliche Technologie und Innovation statten wir Landwirte mit den Werkzeugen aus, die sie für eine neue Ära benötigen – wie beispielsweise die digitale Agrarplattform Cropwise™, die 2022 eingeführt wurde.
2023
Wir haben die Branche in eine der spannendsten Zukunftsbereiche geführt: landwirtschaftliche Biologicals. Mit der beschleunigten Einführung unserer naturinspirierten biologischen Lösungen helfen wir Landwirt:innen, höhere und gesündere Erträge zu erzielen und gleichzeitig ihren Einfluss auf die Umwelt zu senken.
Zudem haben wir unser Programm Shoots by Syngenta gestartet, um unsere Tradition der branchenübergreifenden Zusammenarbeit fortzuführen.
2024
Wir haben unsere Umweltverpflichtungen mit der Einführung unserer Nachhaltigkeitsprioritäten vorangetrieben.
Parallel fördern wir wissenschaftliche Forschung und Zusammenarbeit, etwa durch die Öffnung unserer auf Genome Editing basierenden Züchtungstools für die globale akademische Forschung. Dies ist ein weiteres Beispiel für unseren kooperativen Ansatz: Seit Langem teilen wir Technologien mit öffentlichen und privaten Partnern, um gemeinsam die Herausforderungen der modernen Landwirtschaft zu meistern und nachhaltige Ergebnisse zu erzielen.