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Krankheitsdruck im Sommer

Weinbau
20.06.2018
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Die Weinrebe hat im Laufe der Vegetationsperiode mit vielen Gegenspielern zu kämpfen. Neben ungünstigen Klimaeinflüssen sind es vor allem die Pilzkrankheiten, die den Ertrag schmälern oder die Qualität vermindern können. Nach wie vor zählen der Echte- und der Falsche Mehltau zu den bedeutendsten Rebenkrankheiten in der Schweiz.

Echter Mehltau

Der Pilz überwintert entweder als Mycel an den Knospen oder in Form der Wintersporen auf altem Laub. Im Frühjar beginnt der Pilz zu wachsen und infiziert das Junge Laub der Reben (Primärinfektionen). Als typisches Schadbild entsteht ein weisslicher Pilzrasen an Blättern und Trauben.

Aktuelle Situation: Bedingt durch die immer wieder einsetzenden Regefälle und Gewitter ist der Krankheitsdruck in den meisten Regionen der Schweiz hoch. Es empfiehlt sich die Spritzungen in Intervallen von 10 bis 12 Tage durchzuführen. Dabei ist zu beachten, dass Produkte mit verschiedenen Wirkungsmechanismen zur Anwendung kommen. Während der Hauptvegetation empfehlen wir die Produkte Topas Vino und Dynali, sowie Vivando und nach der Blüte Astor.

Falscher Mehltau

Der Pilz überwintert als Spore in altem Laub oder an den Holzteilen. Bei genügend hohen Temperaturen keimen diese und gelangen auf die jungen Blätter, wo sie die Infektion auslösen.  Als erste Symptome bilden sich gelbliche Flecken, die sogenannten „Ölflecken“. Bei entsprechender Witterung kommt es zu einer epidemieartigen Ausbreitung der Krankheit.

Aktuelle Situation: Auch beim Falschen Mehltau bleibt das Risiko für eine Infektion nach wie vor sehr hoch. Während den Sommermonaten empfehlen wir die Produkte Pergado, Ampexio, Cyrano oder Amaline Flow, gemäss dem Spritzplan einzusetzen. Die Produkte gegen Echten- und Falschen Mehltau werden gewöhnlich als Tankmischungen ausgebracht.