Rhodofix – Apfelbäume gezielt ausdünnen, besser ernten
Jeder Obstbauer und jede Obstbauerin kennt das Problem: Eine üppige Blüte verspricht eine reiche Ernte – doch zu viele Früchte am Baum bewirken oft das Gegenteil. Die Früchte bleiben klein, entwickeln wenig Farbe und Zucker, und der Baum erschöpft sich so stark, dass er im Folgejahr kaum noch trägt. Dieses Phänomen – die Alternanz – kostet Obstbauern Jahr für Jahr Ertrag und Qualität. Die Lösung liegt im gezielten Ausdünnen. Doch das manuelle Ausdünnen ist zeitaufwendig und für grössere Betriebe kaum wirtschaftlich umsetzbar.Genau hier setzt Rhodofix an. Der bewährte Wachstumsregler löst nach der Blüte gezielt den Abfall überschüssiger Jungfrüchte aus – natürlich, präzise und effizient.
Das Ergebnis: gleichmässig grosse, qualitativ hochwertige Äpfel und ein Baum, der auch im nächsten Jahr zuverlässig trägt.
Rhodofix® - Wachstumsregler für Ihre Obstbäume
Ihre Vorteile:
- Früchte ausdünnen = Zeitersparnis, weniger Kosten
- Alternanz durchbrechen = gleichmässige Erträge
- Vorzeitigen Fruchtfall verhindern = Gewinn an Menge und Qualität
Produkteprofil
Wirkstoffe: 1 % Alpha-Naphthylessigsäure
Formulierung: Wasserlösliches Pulver (WP)
Wirkungsweise
Der Wirkstoff von Rhodofix ist mit Auxinen verwandt, den natürlichen Wachstumshormonen der Pflanze. Er kann den Stoffwechsel und die Zellteilung der Früchte beeinflussen. Je nach Anwendungszeitpunkt können diese Substanzen einen Fruchtfall bei überschüssigen Früchten auslösen (Anwendung nach der Blüte) oder umgekehrt den vorzeitigen Fruchtfall verzögern (Anwendung vor der Ernte). Die Intensität des gewünschten Effekts hängt vom Vegetationszustand der Bäume sowie von den äusseren Bedingungen zum Zeitpunkt der Anwendung ab. Es ist daher wichtig, die Anwendungsempfehlungen genau einzuhalten.
Anwendungsempfehlung
Anwendung nur auf Apfelbäumen (nicht zugelassen für Birnbäume).
Ausdünnen
Nachblütenanwendungen von Rhodofix lösen einen Fruchtfall junger Früchte aus, indem sie die hormonproduzierenden Samenkerne schädigen. Ohne den Hormonfluss der Kerne zur Basis des Fruchtstiels bildet sich dort eine Trennzone. Früchte mit wenig Samenkernanlagen werden abgestossen.
Behandlung, wenn die Zentralfrucht der Büschel einen Durchmesser von 8–12 mm erreicht hat. 0,2 l/ha Etalfix Pro zugeben.
Wichtig: Mit 1000–2000 l/ha Spritzbrühe behandeln. Nach Möglichkeit bei warmem Wetter (mind. 14 °C) und einer relativen Luftfeuchtigkeit über 80 % behandeln. Die Spritzbrühe muss langsam trocknen, um eine optimale Wirkung zu erzielen. Daher möglichst abends oder früh morgens behandeln.
Nicht mit Fungiziden, Insektiziden, Akariziden oder Blattdüngern mischen.
Am selben Tag kein Fungizid und in den 3 Tagen vor und nach einer Rhodofix-Anwendung keinen Blattdünger ausbringen.Nur gesunde Bäume mit starker Blüte behandeln. Bei nicht optimalen Bedingungen keine Behandlung durchführen. Es empfiehlt sich, die Apfelanlagen zu besichtigen, um die geeigneten Dosen und Anwendungsstadien je nach Sorte zu bestimmen, bevor die Methode generell angewendet wird.
Anwendung von Rhodofix® nach Sorte
Behandlung mit 2000 l/ha Wasser:
- 2 kg/ha (= 150 g in 100 l Wasser): Gravensteiner, Idared, Jonagold, Granny Smith, Braeburn, Rubens, Jazz, Pink Lady
- 3 kg/ha (= 150 g in 100 l Wasser): Boskoop, Elstar, Gala, Glockenapfel, Golden Delicious, Maigold, Primerouge, Rubinette, Pinova, Summerred, Topas, Diwa, Mairac
Rhodofix ist auch mit Maxcel mischbar, jedoch unter Anpassung der Dosierungen gemäss den Empfehlungen Ihres Syngenta-Beraters.
Vorzeitiger Fruchtfall
In den Wochen vor der Ernte nimmt die Produktion natürlicher Hormone ab, was zur Bildung einer Trennzone an der Basis des Fruchtstiels führt. Die Behandlung mit Rhodofix liefert in diesem Stadium einen Hormonnachschub, der den Mangel an natürlichen Hormonen ausgleicht und so die Bildung der Trennschicht verzögert. Dadurch wird ein vorzeitiger Fruchtfall verhindert.
Anwendung
2 kg/ha in 1000 l Wasser (+ 0,2 l/ha Etalfix Pro) im Herbst. Die angegebene Dosierung gilt für ein Laubwandvolumen von 10'000 m³ pro ha. Bei fallempfindlichen Sorten spätestens 10 Tage vor dem voraussichtlichen Erntetermin behandeln.Bei sehr fallempfindlichen Sorten ist eine erste Behandlung bereits 20 Tage vor dem voraussichtlichen Erntetermin möglich; eine zweite Behandlung kann folgen, jedoch nicht später als 10 Tage vor der Ernte.