Cercospora: Krankheitsdruck überwachen und Spritzabstände einhalten
Nach einem extrem hohen Krankheitsbefall 2024 ist auch dieses Jahr mit einem starken Infektionsdruck durch den Cercospora-Pilz zu rechnen. Angepasste Bekämpfungsstrategien sind der Schlüssel zum Erfolg.
Wirtschaftliche Bedeutung
Die Cercospora-Blattkrankheit gehört weltweit zu den wichtigsten Blattkrankheiten der Zuckerrübe. In Gebieten mit häufigen Niederschlägen und relativ hohen Temperaturen tritt sie vermehrt auf. Sowohl der Ertrag als auch der Zuckergehalt werden durch die Krankheit massiv reduziert.
Der Einsatzzeitpunkt ist entscheidend
Nebst der Wahl der geeigneten Produkte ist es vor allem der Einsatzzeitpunkt der Mittel, der wesentlich zum Bekämpfungserfolg gegen Blattkrankheiten der Zuckerrüben (Cercospora und Ramularia) beiträgt.
Die Felder sollten frühzeitig kontrolliert werden. Die Fungizidbehandlung wird dann erforderlich, wenn 1 bis 2 schwach befallene Pflanzen pro Are oder ein grösserer Befallsherd im Bestand entdeckt werden. Als Richtlinie kann man davon ausgehen, dass frühestens vier Wochen nach dem Reihenschluss mit einem Befall zu rechnen ist. Nach einer Hitzeperiode mit anschliessenden Niederschlägen kann es zu einer epidemieartigen Ausbreitung der Pilze kommen. In Jahren mit hohem Befallsdruck müssen auch resistente Sorten vor der Krankheit geschützt werden.
Die Wahl der Produkte
Im Bereich der Zuckerrübenfungizide hat sich in letzter Zeit einiges verändert. So sind zahlreiche Produkte aufgrund des Rückzugs der Bewilligungen nicht mehr verfügbar. Die Spritzabstände variieren je nach Witterungsverhältnissen, Lage und weiteren Faktoren, betragen aber in der Regel ungefähr 2-3 Wochen.
Empfehlung
Fungizide ab Befallsbeginn alle 2-3 Wochen erneuern:
Priori Top 1 l/ha + Kupferprodukt
Spyrale 1 l/ha + Kupferprodukt
Spyrale 1 l/ha + Kupferprodukt