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Chlorothalonil verliert Zulassung in der Schweiz

Schweizer Landwirtschaft
12.12.2019
Weizenfeld_Stadium 32

Wieder einmal steht die Schweizer Landwirtschaft vor einer neuen Herausforderung: Mit dem Verbot von Pflanzenschutzmitteln, welche den Wirkstoff Chlorothalonil enthalten, geht ein wichtiges Instrument beim Resistenzmanagement von Pilzbefall im Getreide verloren. Trotz mehrerer Studien, die belegen, dass Abbauprodukte von Chlorothalonil im Trinkwasser als nicht relevant einzustufen sind, entschied sich das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) gegen den weiteren Einsatz des Wirkstoffes ab 1. Januar 2020. Finden Sie unten unsere offizielle Stellungnahme:

Wir sind enttäuscht, dass die Schweizer Behörden beschlossen haben, die Zulassung für Chlorothalonil zu widerrufen. Chlorothalonil war für die Schweizer Landwirte ein wichtiges Instrument, und sein Verbot wird nicht nur die Fähigkeit der Landwirte beeinträchtigen, wichtige Nutzpflanzen wie Weizen und Gerste in der Schweiz zu produzieren, sondern auch das Risiko der Entwicklung von Resistenzen gegenüber anderen Fungiziden auf dem Markt erhöhen.

Wir hatten gehofft, dass zusätzliche Daten, die den Schweizer Behörden zur Verfügung gestellt wurden, bestätigen würden, dass die Metaboliten von Chlorothalonil als nicht relevant - und damit für Mensch und Umwelt ungefährlich - eingestuft werden, aber das war nicht der Fall. Wir stehen weiterhin sowohl zu unseren Produkten als auch zu unserer Wissenschaft und bedauern, dass die Schweizer Behörden zu diesem spezifischen Stoff eine andere Schlussfolgerung gezogen haben.

Syngenta wartet nun den detaillierten Entscheid der Schweizer Behörden ab, bevor sie weitere Kommentare abgeben und über weitere Schritte entscheiden kann.