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Stellungnahme: Medienberichterstattung

Syngenta
18.09.2018

Einsatz von Pflanzenschutzmitteln in Yavatmal (Indien)

Basel / Schweiz, 18. September 2018 – Syngenta ist zutiefst bestürzt, dass es infolge des Kontakts mit Pflanzenschutzmitteln in der Region Yavatmal im indischen Bundesstaat Maharashtra Ende 2017 zu Todesfällen und ernsthaften Erkrankungen von Arbeitern gekommen ist. Schweizer Medien haben über diese Vorkommnisse in den vergangenen Tagen berichtet.  

Wir distanzieren uns von den falschen und nicht wahrheitsgetreuen Medienberichten, in denen behauptet wird, dass unser Pflanzenschutzmittel „Polo“ Auslöser für die tragischen Vorfälle sei. Es gibt weder Hinweise noch Belege dafür, dass „Polo“ für die aufgetretenen Vorfälle verantwortlich war – eine Tatsache, die vom sogenannten Special Investigation Team (SIT), das die Regierung von Maharashtra nach den Vorkommnissen ins Leben gerufen hatte, eindeutig bestätigt wurde. 

Der Bericht des SIT lobt die Bemühungen, die Syngenta während und unmittelbar nach den Vorkommnissen unternommen hat, ausdrücklich. Syngenta reagierte als erstes Unternehmen auf den Vorfall und arbeitete eng mit der Distriktverwaltung zusammen. Syngenta stellte umgehend Schutzausrüstungen zur Verfügung, Schulungen zur richtigen und sicheren Handhabung sowie eine umfassende medizinische Behandlung der Betroffenen.  

„Polo“ wurde in den letzten 14 Jahren erfolgreich und sicher von indischen Landwirten im ganzen Land verwendet, ohne dass es dabei zu einer Beeinträchtigung der menschlichen Gesundheit gekommen wäre. Das Produkt ist weder im Bundesstaat Maharashtra noch im Rest des Landes verboten oder vom Verkauf ausgeschlossen. „Polo“ ist vom Indischen „Central Insecticide Board & Registration Committee“ (CIB & RC) registriert und erfüllt sämtliche vorgeschriebenen Registrierungsrichtlinien, für die etwa der Schutz von und die Wirkung auf Mensch, Tier und Umwelt ausschlaggebend sind. „Polo“ ist mit einem blauen Dreieck klassifiziert, was bedeutet, dass es für Haut und Schleimhäute ungefährlich ist. 

In den mehr als 90 Ländern, in denen Syngenta tätig sind, legen wir grössten Wert auf die sichere Verwendung unserer Pflanzenschutzmittel und Produkte. Um unserer Produktverantwortung nachzukommen, ergreifen wir eine Vielzahl von Massnahmen, wie etwa Schulungen für Ärzte, Trainings zur sicheren Handhabung von Pflanzenschutzmitteln und dem Einsatz von individuellen Schutzausrüstungen (PSA). Bei jedem Treffen mit Landwirten führen wir Trainingsprogramme durch, um diese im sicheren Umgang mit Pflanzenschutzmitteln zu schulen und ihnen die „Fünf Goldenen Regeln“ im Umgang mit unseren Produkten zu vermitteln. In den vergangenen vier Jahren hat Syngenta weltweit mehr als 25 Millionen Landwirte in der sicheren Verwendung und Handhabung unserer Produkte geschult. Allein in Südasien haben wir 2017 rund 5,56 Millionen Landwirte in der sicheren Handhabung unserer Produkte geschult. 

Seit dem tragischen Vorfall in Yavatmal haben unsere Mitarbeiter verstärkt Massnahmen ergriffen, um unserer Verantwortung vor Ort sowie in der angrenzenden Regionen nachzukommen. Wir haben Ärzte explizit auf den Umgang mit ähnlichen Gesundheitsproblemen vorbereitet und mobile Gesundheitskliniken eingerichtet, um die Behandlung von betroffenen Bauern zu unterstützen. Seit Beginn des Programms haben unsere mobilen Gesundheitskliniken mehr als 25 000 Familien erreicht. In Zusammenarbeit mit den lokalen Behörden und Verantwortlichen haben wir mehr als 10 000 Schutz-Kits an Arbeiter verteilt, die mit dem Sprühen von Pflanzenschutzmitteln beschäftigt sind. All diese Massnahmen haben wir ungeachtet der Tatsache ergriffen, dass die tragischen Vorfälle nicht das Verschulden von Syngenta sind. Wir sehen es als unsere Aufgabe, uns für die Menschen und Landwirte in der Region zu engagieren und uns für ihre Gesundheit und Sicherheit einzusetzen – und Worten auch Taten folgen zu lassen. 

In den aktuellen Medienberichte wird weder berücksichtigt noch erwähnt, dass es in Indien mehr als 30 Hersteller lokaler Generika und mehr als 200 identische sogenannte „Me Too“-Produkte gibt, deren Zusammensetzung sehr ähnlich ist und die ebenfalls auf dem Markt verkauft werden. Diese Produkte wurden oft als „Polo“ vermarktet, jedoch ohne die Hinweise und Begleitinformationen, die Syngenta für einen sicheren Umgang mit dem Produkt für unabdingbar hält und daher jedem Produkt standardmässig anfügt.  

Zahlreiche Produkte, die Diafenthiuron, den Wirkstoff von Polo, beinhalten, sind weltweit in mehr als 25 Ländern registriert. Polo ist in der Schweiz nicht verboten, sondern es ist in der Schweiz nicht registriert und wird demzufolge hierzulande auch nicht verkauft. Rund um die Welt wird Syngentas „Polo“ ausschliesslich durch von Syngenta autorisierten Vertriebs- und Einzelhändlern verkauft, die in der sicheren Verwendung und Handhabung des Produkts umfassend geschult sind. 

Kontakt 
Media Relations Zentrale 
+41 61 323 23 23  
[email protected] 

Head of External Affairs Andrew McConville (Switzerland) +41 61 323 06 18 

Global Media Relations Manager Carolin Strunz +41 79 810 79 53 

--> Die Medienmitteilung in Deutsch, Französisch und Englisch finden Sie folgend zum Download