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Anbau von Hyvido Hybrid-Gerste

ANBAU OPTIMIEREN - DAS OPTIMIERTE ANBAUSYSTEM Das genetische Potenzial voll ausschöpfen

Unsere Saatgut- und Pflanzenschutzexperten untersuchen seit mehreren Jahren systematisch die Interaktionen zwischen den besonderen Eigenschaften der Wintergerstenhybriden und anbautechnischen Faktoren wie beispielsweise Saatstärken sowie Düngung und Pflanzenschutzmassnahmen. Basierend auf diesen Versuchserfahrungen wurden die Anbauempfehlungen entwickelt, die auf die besondere Wachstumsdynamik der Hybridgerste abgestimmt sind und das genetische Potenzial der Hybrid-Wintergerste voll ausschöpfen.

Zentrale Elemente der Anbauempfehlung Reduzierte Aussaatstärke

Aufgrund der hohen Vitalität und Bestockungsfähigkeit der Hybridgerste ist es äusserst wichtig, die Aussaatstärke im Vergleich zu konventionellen Liniensorten deutlich zu reduzieren. So wird sichergestellt, dass sich nicht zu viel Sprossmasse und Triebe/m² entwickeln und die Ertragsbildung durch gezielte Bestandsführung im Frühjahr optimiert werden kann. Bei normalen Saatterminen gilt als Faustregel: 2/3 der Aussaatstärke von konventionellen, mehrzeiligen Gerstensorten.

Die höhere Vitalität der Hyvido-Hybriden resultiert in stärkerer Bestockung und Bewurzelung und erfordert eine Reduzierung der Aussaatstärke gegenüber konventionellen Sorten. Richtwert: Zielpflanzenzahl=2/3 gegenüber konventionellen Sorten

Modifizierte N-Verteilung in Abhängigkeit von der Pflanzenentwicklung

Hybridgerste zeichnet sich durch eine besonders zügige Jugendentwicklung, rasches Weiterwachsen und intensive Bestockung nach der Vegetationsruhe aus. Dieser besonderen Wuchsdynamik im Vergleich zu Liniensorten muss auch bei der Stickstoffdüngung - insbesondere der ersten Gabe - Rechnung getragen werden. Entscheidend für die Bemessung der Startgabe ist das Wachstumsstadium der Hybridgerste bei Vegetationsstart.

Folgende Punkte sind zu beachten:

  • Witterungsverlauf beobachten
  • Vor der N1 Bestandesdichte (Pflanzen/m²) und Einzelpflanzenentwicklung (Triebe/Pflanze) exakt ermitteln
  • Entsprechend der Anzahl Triebe/Pflanze den Bestandesaufbau gezielt über die N-Applikationsmenge steuern (siehe Tabelle)
  • Zuschläge in einer Grössenordnung von 20 bis 30 kg N/ha bei schlechter Bodenstruktur/schweren Böden, extremen Spätsaaten oder starken Frostschäden bzw. entsprechende Abschläge bei regelmässiger organischer Düngung und sehr hohen Nmin-Werten

*abhängig von Wasservorrat bzw. Ertragserwartung; N-Mobilisierung des Standorts mit einbeziehen

Wachstumsregler-Doppelbehandlung

Zur sicheren Lagervermeidung im Gerstenanbau ist der frühe Einsatz von Wachstumsreglern zu Beginn des Schossens unverzichtbar. Moddus kürzt die unteren Halmabschnitte zu diesem Zeitpunkt zuverlässig und nachhaltig ein, stabilisiert die Halme und fördert zusätzlich das Wurzelwachstum für nochmals verbesserte Wasser- und Nährstoffausnutzung.

Mit einer zweiten Wachstumsreglermassnahme vor dem Ährenschieben wird dem Halm- oder Ährenknicken zusätzlich vorgebeugt. Damit ist die Versorgung der Ähre in der Kornfüllungsphase gewährleistet und die grossen Ähren werden sicher von den Halmen getragen.

Fungizid-Doppelbehandlung zur Gesunderhaltung während der Wachstumsphase

Um das hohe Ertragspotenzial der Hybridgerste auszuschöpfen, ist der zuverlässige Schutz vor Blattkrankheiten wichtig. Untersuchungen haben gezeigt, dass sich eine Doppelbehandlung mit Fungiziden bei den Hybriden besonders lohnt. Die kräftigen Fahnenblätter der Hybriden können die gezielte zweite Fungizdmassnahme besonders effektiv in Ertrag umsetzen.

Für eine optimale Fungizid- Behandlung bei Hyvdio Hybridgersten empfiehlt sich als Erstbehandlung Amistar Xtra Anfang bis Mitte April (Stadium 31/32) in Kombination mit Moddus 0.8–1.0 l/ha. Als zweite Fungizidbehandlung gibt es zwei Möglichkeiten: Gegen alle wichtigen Krankheiten inklusive Sprenkelnekrosen empfiehlt sich nun als Zweitbehandlung die Tankmischung Gladio 1l/ha + Bravo 500 1.5 l/ha. Mit alternativem Wirkungsmechanismus empfiehlt sich als weitere Möglichkeit auch die Behandlung mit dem DuoPack-Getreide. Es enthält die beiden Produkte Tolara und Bravo 500. Die Anwendung erfolgt mit je 1.5 l/ha.