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IAAS @ ETH

Angehende Agrarwissenschaftler diskutieren Strategien zur Ernährung der Weltbevölkerung 

Am 15. Juli wurde an der ETH Zürich der IAAS Weltkongress 2015 durchgeführt, an dem 80 Studierende aus 25 Ländern und 5 Kontinenten teilnahmen. Im Zentrum stand der Austausch über innovative Ansätze in der Landwirtschaft, welche zur Ernährungssicherheit der stetig wachsenden Weltbevölkerung beitragen können. Syngenta ist wichtigster industrieller Unterstützer der IAAS (siehe Infokasten 2).


Die Frage, wie sich „der Planet ernähren lässt“, stand im Mittelpunkt des diesjährigen Weltkongresses der IAAS, einer internationalen Vereinigung von Agrarstudenten (siehe Infokasten 1). Syngenta freut sich, der „Harvest Sponsor“ der IAAS beim diesjährigen Weltkongress zu sein und die Teilnehmer aus den Niederlanden, Belgien und dem schweizerischen Zürich auf ihrer dreiwöchigen Reise zur EXPO Mailand in Italien zu unterstützen. Die weltweite Studentenvereinigung IAAS bringt Studierende mit Praktikern aller landwirtschaftlichen Bereiche zusammen. Die nächste Generation Landwirte und Agrarwissenschaftler spielt eine wichtige Rolle für die nachhaltige Nahrungsmittelerzeugung und die globale Ernährungssicherheit. Die IAAS hat sich dieses Jahr das Motto der Weltausstellung in Mailand„Feeding the planet. Energy for life“ zu eigen gemacht und stellt so die Herausforderungen, denen sich auch Syngenta in seiner täglichen Arbeit widmet, in den Mittelpunkt ihrer jährlich stattfindenden Veranstaltung.

Die Rolle von Syngenta beim Weltkongress

In der Schweiz wurden die Delegierten vom World Food Systems Center (WFSC) in der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) (siehe Infokasten 3) begrüsst. „Unsere Mission ist es, in der wissenschaftlichen Forschung, Bildung und Öffentlichkeitsarbeit im gesamten Nahrungsmittelsystem ein führendes Unternehmen zu sein, das zur Bewältigung der wichtigsten Herausforderungen in Bezug auf Ernährungssicherheit beiträgt und sich der Fürsorge für Umwelt und Gesellschaft verschrieben hat.

Zu diesem Zweck engagieren wir uns über verschiedene räumliche und zeitliche Ebenen hinweg und in dauerhaften Partnerschaften mit massgeblichen Stakeholdern“, erklärte Prof. Dr. Nina Buchmann vom Institut für Agrarwissenschaften der ETH und Vorsitzende des WFSC in ihrer Begrüssungsansprache.

Dr. Alain Gaume, Leiter des Bereichs Seedcare Research bei Syngenta in Stein und selbst ehemaliges IAAS-Mitglied, erklärte den Delegierten, wie Syngenta die Rolle der Technik in der Landwirtschaft und deren grosses Potenzial im Ringen um globale Ernährungssicherheit sieht (siehe Infokasten 4).

Technologien und nachhaltige Landwirtschaft

Bis zum Jahr 2050 wird die Weltbevölkerung vermutlich auf 9 Milliarden Menschen ansteigen. Um die ständig weiter wachsende Weltbevölkerung zu ernähren, müssen Landwirte ihre Produktion bis 2050 mindestens um 70 Prozent steigern. In dem Masse, in dem die globale Umweltbelastung wächst, nimmt auch der Druck zu, immer mehr mit weniger zu produzieren, sprich: mit weniger Land und weniger Wasser. „Hierfür ist eine deutliche Steigerung der Produktivität und Ressourceneffizienz erforderlich – sowohl in den weltweit 8 Millionen Agrargrossbetrieben als auch bei den 450 Millionen Kleinbauern“, erläuterte Alain Gaume.

Die Entwicklung neuer Technologien und deren Umsetzung gilt als einer der ausschlaggebenden Antriebsfaktoren in der Landwirtschaft, wie auch die agrarwissenschaftliche Leiterin des US-Landwirtschaftsministeriums, Catherine Woteki, kürzlich bestätigte: „Die Landwirtschaft ist stärker auf wissenschaftliche Innovation angewiesen als jede andere Industrie.“ Sowohl öffentliche als auch private Sektoren sind aktiv an dieser Entwicklung beteiligt. Syngenta ist davon überzeugt, dass die Wirtschaft landwirtschaftliche Betriebe stärker dabei unterstützen muss, nachhaltig zu produzieren und dabei neuartige Technologien einzusetzen, um die Produktivität in der Landwirtschaft zu steigern.

Wasser – höchste Zeit zum Umdenken

Wasser ist das Lebenselixier landwirtschaftlicher Betriebe, und die damit zusammenhängenden Schwankungen sind eines der drängendsten Themen, mit denen die Anbauer konfrontiert sind. Insbesondere Maisanbauer, die ihre Felder bewässern müssen, haben täglich mit Herausforderungen rund um das Wasser zu tun. „Wir haben Schlüsselverfahren zur Wasseroptimierung identifiziert und ein Programm speziell für Mais gestartet“, erklärte Alain Gaume. Das Ertragspotenzial liegt im Maisanbau bei mindestens 37 bis 40 t/ha, während der durchschnittliche Ertrag in den USA heute lediglich rund 9 bis 10 t/ha beträgt. Die Plattform Water+™ Intelligent Irrigation ist eine integrierte Lösung, die Maisanbauern dabei helfen soll, mehr Mais mit weniger Wasser zu produzieren, und die selbst bei einer um 25 % verringerten Bewässerung mehr Erträge als andere Programme bei voller Bewässerung erzielt.

Entwicklung und Umsetzung innovativer Technologien

Bei Syngenta konzentrieren wir unsere Bemühungen auf die Herausforderungen der Anbauer und nutzen dazu verschiedene Technologien sowohl allein als auch kombiniert. Wir haben ein starkes Portfolio an bewährten Saatgut- und Pflanzenschutzprodukten und nutzen auch andere Technologien und Konzepte einschliesslich biologischer Pflanzenschutzmittel, Crop Enhancement undSaatgutbehandlung.

Bei Getreide, einem der Kernbereiche von Syngenta, wurde mit unserer neuartigen Hybridgerste HYVIDO® vor Kurzem eine wichtige Innovation auf den Markt gebracht. Dabei handelt es sich um F1-Hybride, die durch Cross-Fertilisierung einer männlich-fertilen Linie in Kombination mit weiblichen Linien zur Maximierung des Pollenflugs erzeugt werden. Hohe Erträge sind der wichtigste Faktor für eine gewinnbringende Produktion und eine nachhaltige Landwirtschaft. HYVIDO® bietet einen Vorteil von 0,9 t/ha, was in mehrjähriger Praxis bestätigt wurde.

Biologische Mittel ergänzen Saatgut und chemische Pflanzenschutzmittel

Gegen die schwer zu bekämpfende Sojabohnen-Zystennematode (SCN), die auf US-Sojafeldern jedes Jahr Ernteausfälle in Höhe von 1,5 Milliarden US-Dollar verursacht und landesweit Äcker verseucht, brachte Syngenta letztes Jahr ein biologisches Mittel auf den Markt. Zur Rückgewinnung von Flächen, die von diesen das Wurzelsystem schädigenden Nematoden befallen sind, bietet Syngenta mit Clariva™ Complete eine Nematizid/Insektizid/Fungizid-Komplettlösung an.

Die Clariva™ Technologie basiert auf einem Bakterium namens Pasteuria, einem natürlichen Feind und obligaten Parasiten von Nematoden im Boden. Sein Potenzial als Bionematizid ist schon seit den 1950er-Jahren bekannt, doch war es bisher nicht möglich, grosse Mengen des Bakteriums wirtschaftlich herzustellen, was die Entwicklung der Technologie beeinträchtigte. Vor drei Jahren schliesslich gelang einem im Besitz von Syngenta befindlichen Unternehmen aus Florida der Durchbruch in der Entwicklung eines robusten Verfahrens zur Herstellung dieses Bakteriums in vitro. Clariva™ wird als Saatgutbehandlungsmittel angewendet. Nach der Aussaat werden Sporen abgegeben, die sich an die Nematoden anheften, sich vermehren und die Nematoden infizieren, sodass diese sterben. Die Sporen werden anschliessend im Boden freigesetzt.

Investitionen in biologische Forschung und Innovation

Syngenta hat vor Kurzem im schweizerischen Stein mit einem speziellen Kompetenzzentrum das erste Forschungsinstitut zur Entwicklung eines integrierten Ansatzes zur Bekämpfung von Sommerwurz gegründet, das mit innovativen genetischen und chemischen Ansätzen Anbauer von Sonnenblumen in der Bekämpfung dieses verheerenden Pflanzenparasiten unterstützen soll.

Unser Unternehmen ist in mehr als 90 Ländern vertreten und arbeitet mit über 400 Universitäten, Instituten und Privatunternehmen auf der ganzen Welt zusammen, um die hochkomplexen landwirtschaftlichen Herausforderungen zu bewältigen. Im Zentrum unseres Unternehmens steht die Innovation, in die wir erhebliche Mittel investieren. So ist rund ein Fünftel unserer Mitarbeitenden im Forschungsbereich tätig. „Es gibt keinen besseren Zeitpunkt für Studierende und junge Wissenschaftler, eine Laufbahn in der landwirtschaftlichen Forschung einzuschlagen. Syngenta freut sich darauf, mit den zukünftigen Vorreitern der Agrarwissenschaft zusammenzuarbeiten – mit Ihnen“, schloss Alain Gaume sein Referat, bevor er sich den Fragen der Teilnehmer stellte.

Feedbacks von Teilnehmern

Bei der Unternehmensmesse in der ETH trafen 80 IAAS-Delegierte aus 25 Mitgliedsländern von 5 Kontinenten auf Vertreter aus der landwirtschaftlichen Forschung und Praxis, um Ansätze zur Gewährleistung der Ernährungssicherheit zu diskutieren. Unter anderem wurde der Good Growth Plan von Syngenta präsentiert und diskutiert.


Myriam Julie Bakhita Yéo – Côte d'Ivoire

"Ich bin zum ersten Mal in der Schweiz und in Europa überhaupt, und für mich ist dies sowohl in kultureller als auch in wirtschaftlicher und wissenschaftlicher Hinsicht eine fantastische Erfahrung, von der ich eine Menge lernen kann. Ich studiere Agrartechnik mit Schwerpunkt Agrarmanagement und arbeite ausserdem im landwirtschaftlichen Betrieb meiner Familie mit. Die Präsentation von Alain Gaume war sehr inspirierend. Ich finde es spannend, durch den Good Growth Plan mehr über nachhaltige Landwirtschaft, die Förderung von Kleinbauern und vor allem auch von Frauen in der Landwirtschaft zu erfahren."


Johannes Hunkeler – Schweiz

"Der Austausch mit anderen Studierenden und das Knüpfen von Kontakten in anderen Ländern zählen zu den vielen positiven Aspekten dieses Kongresses. Es war sehr interessant zu erfahren, was Syngenta eigentlich macht und welche Philosophie das Unternehmen mit seinen Forschungen verfolgt, um nachhaltige Lösungen für Landwirte zu entwickeln. Zurzeit arbeite ich an meiner Diplomarbeit und helfe ausserdem auf dem Bauernhof meiner Familie in der Zentralschweiz aus. Syngentas integrierten Ansatz zur Bewältigung der verschiedenen landwirtschaftlichen Herausforderungen, wie er im Good Growth Plan präsentiert wird, werde ich in der Zukunft im Auge behalten."

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